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Heinz Baum. Ein Jugendspieler der 1960er erinnert sich in der KFV-Interviewreihe.

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"Ich machte ich mich an die Suche nach dem beigefügten Foto aus einer Zeit wo Pfosten und Latte noch eckig, die Bälle noch aus Leder und die Kickschuhe schwarz waren und die D-Jugend der jüngste Jahrgang war! Das Bild (wir blicken zur Telegraphenkaserne) ist gemacht worden hinter der Stehtribüne, links war das Vereinsheim und rechts der legendäre Holzbau mit den diversen Kabinen."

Bild: Die D-Jugend des KFV 1965/66: Trainer Pieper, Baum, Acker, Töppich, Totenhagen, Emmel, Bräutigam. Vorne sind: Kiefer, Feger, Schumacher, Schzaija, Hesperle.

 

Heinz Baum wohnt heute in Aachen-Walheim

 

KFV-Spielerdaten

Ich habe so 1964 in der D-Jugend angefangen. Geboren wurde ich am 01.08.1954 und durfte daher ein Jahr länger in dieser Altersklasse spielen. Ich spielte auch noch einige Zeit  in der C-Jugend, ehe ich wegen Knieproblemen in der Wachstumsphase aufhören musste.

Position:

Rechter und linker Verteidiger, Mittelläufer

Fuß:

rechts

Spielerdaten der weiteren Spielerlaufbahn

Kreismeister Senioren in der Kreisliga B mit Aufstieg in die Kreisliga A

TSV Überlingen/Ried (Stadtteil von Singen am Hohentwiel), Südbadischer Fußballverband Bodensee

Vereine als Amtsträger: TSV Hertha Walheim (Stadtteil von Aachen) Fußball-Verband Mittelrhein, Geschäftsführer Fußball Senioren, Abteilungsleiter/Obmann Fußball Senioren, 2. Vorstand Gesamtverein

 

1. Wie sind Sie zum KFV gekommen und in welcher Begegnung trugen Sie zum ersten Mal das KFV-Trikot?

Bei uns in der Nachbarschaft wohnten die aktiven KFV-Spieler Sebastian Marth (Senioren) und Gerhard Urschler (A-Jugend) und so gab es für mich nur den KFV. Bereits vor meiner aktiven Zeit war ich regelmäßig mit meinem Vater (der spielte früher beim FV West) sonntags bei den Heimspielen beim KFV. An die erste Begegnung im KFV-Trikot kann ich mich nicht mehr erinnern.

2. Welche Erlebnisse mit dem KFV haben sich besonders in Ihren Erinnerungen verankert?

Besonders erinnere ich mich an die internationalen Jugendturniere um den Walter-Bensemann-Pokal. Neben großen deutschen Vereinen waren auch englische Mannschaften am Start. Ich erinnere mich noch genau an den jungen Torwart Gerhard Heinze vom VfB Stuttgart, der später das Bundesliga-Tor der Schwaben hüten sollte.

3. Welche Persönlichkeit beim KFV hat Sie am meisten inspiriert?

Das war der Jugendleiter Werner Titze, der stets eine besondere Ausstrahlung hatte. Er war offen für die Belange der Jugend und hatte die Gesamtentwicklung der Nachwuchskicker im Auge.

4. Fuchs, Hirsch, Förderer, Townley, Lawrence… die Liste ist lang. Welche Persönlichkeit aus der Geschichte des KFV bewundern Sie am meisten und warum?

Zu den vorgenannten Spielern hatte ich keinen Bezug. Mein Stolz auf den Verein insgesamt gründete sich in der errungenen Deutschen Meisterschaft. Ich erinnere mich an die aktiven Spieler Theoman Teggin, Gerhard Urschler sowie Rudi Enzmann (alle A-Jugend) und Gerd Kilgus, Walter Leihener, Dieter Gubitz sowie die Torhüter Robert Bertsche und Lajos, denen ich sonntags zuschaute. Der Lajos nahm mich ab und zu sonntags von der Straßenbahnhaltestelle mit zum Stadion.

5. Was machten Sie nach Ihrer Zeit beim KFV (bzw. generell nach dem Fußball – falls zutreffend)?

Nach dem Besuch der Hauptschule der Johann-Peter-Hebel-Schule wechselte ich in die Friedrich-List-Wirtschaftsschule am Ettlinger Tor. Nach einer Lehre bei der Karlsruher Lebensversicherung AG kam ich über Umwege nach Singen/Hohentwiel. Dort wechselte ich zur AachenMünchener, was zum späteren Wohnortwechsel nach Aachen führte.

6. Was hat Sie beim KFV am meisten beeindruckt?

Der Verein war bei aller Leistungsorientierung immer ein Verein für Jung und Alt. Als Jugendlicher spürte man die Wertschätzung der Funktionsträger und zwar auch dann, wenn das Leistungsvermögen eine spätere Zuordnung zur 1. Mannschaft nicht erkennen ließ.  Da war schon familiäre Stimmung zu spüren.

7. Warum ist der KFV nicht irgendein Fußballverein?

Der KFV ist für mich nach wie vor ein spürbarer Traditionsverein, auch wenn man sich dafür nichts kaufen kann. Der KFV bleibt für mich stets verbunden mit der alten Telegrafenkaserne an der Hertzstraße. Als Schüler der Johann-Peter-Hebel-Schule kickte ich regelmäßig am Engländerplatz, der ersten Heimat des KFV.

8. Nach der Insolvenz im Jahre 2004 musste der KFV ohne Sportplatz und ohne breite Basis, 2007 in der C-Klasse Karlsruhe, der untersten Liga, von neu beginnen.
Wie wird sich der KFV sportlich, personell und organisatorisch in der Zukunft entwickeln?

Der Niedergang des KFV hat mich sehr betroffen gemacht und als dann gar der Spielbetrieb eingestellt werden musste und das Stadiongelände vermoderte, war ich richtig traurig.

Aufbau organisatorisch scheint der KFV gut aufgestellt zu sein. Um dem Verein seine eigene Identität wieder geben zu können, sollte wieder ein eigenes Sportplatzgelände (zunächst gemietet) angestrebt werden. Vielleicht kann dann auch mit der Zeit an Jugend-Aufbau gedacht werden.

9. Wie stehen Sie heute zum KFV?

Heute verfolge ich regelmäßig den Spielbetrieb der beiden Senioren-Mannschaften über fussball.de und habe mir dafür Favoriten gesetzt. Das Wappen steht für mich für Erinnerungen in der Kindheit. 

10. Was würden Sie heute den KFV-Spielern oder Verantwortlichen mit auf den Weg geben?

Identifiziert euch mit dem Verein! Seid stolz KFV-Spieler zu sein. Die Verantwort-lichen sollen weiterhin das Wappen im Herzen tragen und nicht müde werden, Leute für den KFV zu begeistern. Zu weiteren Einschätzungen fehlen mir Kenntnisse zu den Rahmenbedingungen.

11. Ihr Schlusswort ... ?

Auch im Kreis Aachen und dem Fußballverband Mittelrhein macht die demographische Entwicklung der Bevölkerung nicht Halt. Viele Vereine können heute in manchen Jahrgängen keine kompletten Jugendmannschaften mehr stellen und kommen an Spielgemeinschaften nicht vorbei. Im tiefklassigen Seniorenbereich (Kreisligen C und D) sind Mannschaften mit reduzierter Spieleranzahl ein Denkmodell.