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Die ersten Meisterendrunden, Skandale, die Telegrammaffäre und wachsendes Renomé (1903-1909)

 

von Steffen L. Herberger

 

1903: Erstmalige Austragung der Deutschen Fußballmeisterschaft. Da die KFV-Verantwortlichen einem gefälschten, angeblich von dem Deutschen Fußballbund in Leipzig abgesandten Telegramm Glauben schenken, in dem das Halbfinalspiel gegen Prag abgesagt wurde, wird das Spiel für Prag gewertet und dem KFV die Chance auf den ersten Meistertitel genommen. Bis heute eine oft gehörte Anekdote.

Abbildung: Die KFV-Mannschaft von 1904:
Häfner, Julius Zinser, Dr. Ivo Schricker, Altenhein, Louis Heck, Fritz Langer, Roth, Holdermann, Wilhelm Langer, Ralf Wetzlich, Fritz Gutsch, Zweerts, Breining. Quelle: KFV.

Viertelfinale, Deutsche Meisterschaft 1904, 24.04.1904

Berliner T u.FC Union 1892  - Karlsruher FV  6:1 (2:1)

KFV-Aufstellung: W. Langer, E. Schricker, F. Gutsch, Häfner, Dr. Ivo Schricker, H. Ruzek, Schneider, F. Langer, Häring, J. Zinser, L. Heck

 

Abbildung: Austrittsbestätigung von Friedrich Reiser, der 1903 den KFV verließ. Er spielte danach für den Stadtrivalen FC Phönix. Quelle: Thomas Staisch/ Stadtarchiv Karlsruhe.


Deutscher Vizemeister 1905

11. Juni 1905, Köln: Niederlage trotz holländischer Unterstützung
Endlich war es geschafft! Der KFV stand nach dem 1:0 gegen den Duisburger SV zum ersten Mal im Finale der deutschen Meisterschaftsendrunde. Die Duisburger waren nach einem sehr zähen Kampf besiegt worden, „indem Zinser aus ca. 3 Meter Entfernung einen von Holdermann gezenterten Ball ungedeckt einsenden“ konnte (Neue Sportwoche, 28.05.1905). Die Anfahrt der Spieler und Fans zum Endspiel kannte 1905 noch andere Dimensionen: Neben dem Fahrgeld zahlte der DFB 15 Mark für Unterkunft und Verpflegung. Für den Berliner Kontrahenten des KFV führte der Weg vom Anhalter Bahnhof in der vierten Klasse (Holzbänke) nach Köln, wo sich die Hauptstädter abends erst noch um eine Unterkunft bemühen mussten. Die Berliner Mannschaft wurde von genau einem(!) Schlachtenbummler begleitet: August Winkler, der vom Beruf Löwenbändiger war. Elf solcher Löwenbändiger waren auch auf dem Platz vonnöten, wenn man der zeitgenössischen Sportpresse glauben mochte, die den KFV bereits als großer Favorit handelte. Gekommen ist es – wie so oft im Fußball – ganz anders: Nach 10. Minuten war es schon passiert: „Wagenseil […] ließ eine Flanke Pisaras raffiniert abrutschen und am verdutzten Hüter vorbei ging der Ball hinein“. KFV-Keeper Schierbeek lag mit dem Spielball geschlagen in der rechten Ecke des Tores: 1:0 für Berlin. Geschockt vom frühen Gegentor gelang es den Badenern nicht mehr, entscheidende Spielanteile zu gewinnen. Interessante Randnotiz: In großer Zahl wohnten Holländer (mehrheitlich von Sparta Rotterdam) dem Endspiel in Köln bei. Ob das an den beiden niederländischen KFV-Spielern lag? Offensichtlich war zumindest, auf welche Partei sich der westliche Nachbar schlug: Mit dem Schlachtruf „Hepp, hepp Karlsruhe“, feuerten sie den KFV frenetisch an. Doch auch in der zweiten Hälfte zeigten die Karlsruher keine Leistungssteigerung. Das „Lauf-, Stoß- und Schwungspiel, [..] das blitzschnelle, von Kurt Heinrich bestimmte Kombinationszüge eingeflochten wurden, spitz und eckig genug“ überraschte den Favoriten. In der 50. Minute sicherte Kurt Heinrich „den Ball, gab ihn flach an Mittelstürmer Frühde, dieser umspielte – Schricker (!!). Der beste Spieler des KFV war Ivo Schricker. Er „trug die ganze K.F.V.-Mannschaft auf seinen Schultern. So war sie durch den unvermuteten Elan der Reichshauptstädter aus den Fugen gegangen“. Dann ein Blitz-Kreuzpaßball zu Pisara, der das ganze Feld aufrollte. Der aalgewandte Linksaußen ging durch. Einen Augenblick besann er sich: sollte er schießen? Schneller als gedacht und gesagt, entschloß er sich zu etwas Besserem, - er gab an seinen Nebenmann rechts ab. Herzog stand so günstig vor der entblößten Torhälfte, daß ein Ruck genügte, um den Ball unheimlich scharf gegen die Netzwand zu stoßen“. Der KFV-Goalmann Schierbeek zeigte ein famoses Spiel, Fritz Gutsch, Adolf Bouvy und Rudolf Wetzler enttäuschten hingegen. Nach dem Spiel wurden beide Mannschaften vom DFB zu einem Bankett eingeladen. Der gastgebende Verein Köln 99 (ein Vorgänger des 1. FC Köln), überreichte den gewinnenden Berliner einen Lorbeerkranz mit roter Schleife und einer Widmung. Kuriose Begleiterscheinung: Wieder angekommen in Berlin, wurden die Spieler der Union wegen der roten Schleife von Polizisten angehalten, da sie in den Spielern verkappte Sozialisten vermuteten, die auf dem Weg zu einer Kranzniederlegung waren („Aber mit Humor und einer Portion Berliner Mutterwitz konnte die Situation geklärt werden“). In Berlin selbst nahm man nicht viel Notiz von der gewonnen Meisterschaft. Union Berlin fusionierte später übrigens mit Vorwärts 90 Berlin zum SV Blau-Weiß 90 Berlin, der 1987 ein kurzes Intermezzo in der Bundesliga einlegte, ehe er 1992 Konkurs anmeldete und schließlich aufgelöst wurde. Als Nachfolger gründete sich 1992 ein Fußballverein mit gleichen Namen, der sich als Nachfolger sieht.
In Köln-Merheim auf dem Platz von Köln 99, standen sich die beiden Kontrahenten 1905 in einem der bedeutendsten Sportstätten Deutschlands gegenüber: Im Weidenpescher Park. 2002 wurden hier noch die entscheidenden Spielszenen für den Film „Das Wunder von Bern“ gedreht. Es ist das Stadion mit der wahrscheinlich ältesten Holz-Stahl-Tribüne des Landes. Ab 2012 wurde das alte Spielfeld teilweise als Parkplatz benutzt.

Phoenix

Abbildung: KFV-Mannschaft 1905, Quelle: KFV.

Abbildung: Das Kölner Stadion „Weidenpescher Park“. Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von stadionwelt.de / linkes Foto von André Ahlert).

Pin

Abbildung:Retro-Pin zum Meisterschaftsfinale 1905. Quelle: KFV.

Abbildung: Die KFV-Mannschaft, KFV-Archiv.

Endspiel um die deutsche Meisterschaft 1905, 11. Juni 1905:
Berliner TuFC Union 92 – KFV 2:0 (1:0)
KFV: Willem Christiaan Schierbeek, Fritz Gutsch, Adolf Bouvy – Wilhelm Langer, Ivo Schricker, Max Schwarze, Franz Ruzek, Louis Heck, Rudolf Wetzler, Julius Zinser, A. Holdermann
Stadion: Weidenpescher Park, Köln. Zuschauer: 3.500,
Schiedsrichter: Dr. Reginald Joseph Westendarp (Hamburg)
Tore: 1:0 Wagenseil (10.), 2:0 Herzog (50.)


Abbildung: Ankündigung des KFV in einer Prager Sportzeitung. Anlass war das Freundschaftsspiel gegen Slavia Prag (1905). Quelle: KFV-Archiv.

Abbildung: KFV-Vorstand Ernst Roth (1882 - 7.4.1952) lädt den Oberbürgermeister zum „Gesellschaftsspiel“ gegen Newcastle United ein (1907). Der studierte Diplom-Ingenieur Roth zog später nach Potsdam. Quelle: Stadtarchiv Karlsruhe.

1906 1907

Abbildung:Die Mannschaften von 1906 und 1907. Quelle: KFV.

Zeitung

Abbildung: Die Fußballmannschaft der Universität Oxford zu Gast beim KFV, 1907. Quelle: Skrentny.


Früher Altmeister gegen späten Rekordmeister: Die erste Begegnung gegen die Bayern

(Aus der Chronik des FC Bayern München)

„Das erste Spiel gegen den K.F.V.
Einen neuen Antrieb erfuhr der F.C. Bayern durch das größte sportliche Ereignis seiner Jugendjahre, als nämlich der damalige Süddeutsche Meister „Karlsruher Fußball-Verein“ auf dem Platz an der Clemenstraße im Mai 1905 nur mit einem Haar seiner ersten Niederlage entging. Mit einem 0:0 zog der gefürchtete K.F.V. damals ab. Das war aber auch ein Spiel wie man es bis dahin in München noch nicht gesehen hatte. Freilich war es nicht so einfach, den berühmten K.F.V. nach München zu bekommen; denn in der Kasse waren wenige Mark und der Einnahmen bei den vorausgegangen Spielen waren ebenfalls nur wenige. Aber der K.F.V. mußte her, koste was es wolle. So gab man denn an die Mitglieder Gutscheine hinaus, um wenigstens das Fahrgeld wie verlangt, vorher nach Karlsruhe senden zu können.“

Abbildung: Der KFV beim FC Bayern am 17. Mai 1905, Quelle: KFV.


 

Mannschaft

Abbildung: Die KFV-Mannschaft im Jahre 1908. Quelle: KFV.


Der Kronprinzenpokal – Deutschlands erster nationaler Pokalwettbewerb

 

Die Gravur des Silberpokals sagte schon alles: „Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit Wilhelm, Kronprinz des Deutschen Reiches und von Preußen stiftete im Jahre 1908 diesen Pokal als Wanderpreis für Fußball-Wettspiele zwischen den repräsentativen Mannschaften der Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes“ (der erste deutschlandweite Wanderpokal des Fußballs). Die Teilnehmer des Pokals waren nicht wie im heutigen DFB-Pokal Vereinsmannschaften, sondern repräsentative Auswahlmannschaften der Landesverbände (z.B. Norddeutschland, Westdeutschland). Der Wettbewerb mit dem klangvollen Namen wurde zwischen 1909 und 1918 achtmal mit einem Endspiel in Berlin ausgespielt. Die Tradition, dass Finale in Berlin auszuspielen („Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“) hat bis heute überlebt! Nach der Monarchie wurde er 1919 in Bundespokal umbenannt und durchlief bis heute eine Reihe von Formatänderungen (Reichsbundpokal und schließlich Länderpokal der Amateure). 1910, 1912 und 1914 ging der Titel an die Auswahl des Verbandes Süddeutscher Fußball-Vereine – unter wesentlicher Beteiligung der KFV-Spieler. Da der KFV sowie der FC Phönix zu den führenden Vereinen im Süden gehörten, stellten die beiden Klubs konsequenterweise auch einen Großteil der Spieler.

Abbildung: Pokalsieger 1912! Fritz Förderer, Gottfried Fuchs (beide KFV), Karl Burger (SpVgg Fürth), Paul Kühnle (Stuttgarter Kickers), Karl Wegele (Phoenix Karlsruhe), Ernst Hollstein, Max Breunig (beide KFV), Torwart Kieferl (Wacker München), Höfler (FK Kaiserslautern), Julius Hirsch und Wilhelm Groß (beide KFV). Quelle: KFV-Archiv.

Abbildung: Ehrenmedaille des Kronprinzenpokal 1912. Quelle: Hagen Leopold.

Durch das Engagement des Kronprinzen, der in England mit dem Fußball in Berührung kam und die Schirmherrschaft des Pokals übernahm, erfuhr der noch junge Fußballsport eine gesellschaftliche Aufwertung, ganz ähnlich wie in Baden, wo ein anderer Aristokrat, Prinz Max von Baden, Protektor des KFV wurde. Der Pokal wurde zunehmend populär in der Bevölkerung, die Medialisierung des Sports (Berichterstattung, Gründung von Fußballzeitschriften) sowie die Ökonomisierung von Seiten des Verbandes (Umzäunung von Spielfeldern und Eintrittsgelder) wurden weiter ausgebaut.
Das Endspiel der vierten Auflage des Pokals ist in die KFV-Annalen eingegangen: „Da ist vor allem der Platz (Union) zu rügen, auf dem trotz der Unmenge von Sägemehl die Spieler bis zum Knöchel einsanken. Dann reichte der Raum für die über 6000 Zuschauer lange nicht aus, außerdem waren die Zu- und Ausgänge schmutzig“ kritisierte die Sportpresse. Ferner wurden die Eintrittsgelder (man zahlte drei Mark für die Tribüne; 2,50 Mark für einen Sitzplatz und Schüler sowie Soldaten 40-50 Pfennig) heftig kritisiert. Die Mannschaften – Süddeutschland und Berlin – wurden  „in schrecklichen elektrischen Rumpelkästen (Auto-Omnibus genannt)“ vom Hotel zum Stadion gefahren. Aufgrund der Kälte, lief KFV-Stürmer Gottfried Fuchs sogar in einem adretten Wollschal auf. Der KFV stellte sechs (!) Spieler der Finalelf aus Süddeutschland. Die „Kanonen der VSFV-Auswahl“ (Illustrierte Sportzeitung) gaben dann auch den Ton an: Fuchs erzielte drei, Hirsch zwei und Förderer ein Tor. Ein KFV-Torspektakel! Fuchs dribbelte im Spiel „durch fünf Gegner“ und Förderers einzigartige Ballbehandlung ließ das Publikum erstaunen. Als der 1,90 Meter große Schiedsrichter Edgar Blüher abpfiff, brach Jubel bei den Süddeutschen aus. Zum zweiten Mal wurde der Kronprinzenpokal gewonnen. Die Süddeutschen waren zuvor keineswegs der Favorit gewesen, denn die Berliner stellten mit der Berliner TuFC Union 1892 immerhin den amtierenden deutschen Meister und Rekordmeister mit drei Titeln und zwei Vizemeisterschaften. Der Berliner „Rasensport“ schwärmte nach dem Finale: „Schnelligkeit, Technik, Schuss, Platzieren, Sichverstehen, Uneigennützigkeit, sowie schnelles Erfassen und Ausnützen der sich bietenden Chancen: alle diese Eigenschaften sind in hohem Maße vorhanden. Und man wünschte sich: Wenn dass doch unsere Leute auch so könnten!“

18. Februar 1912, Endspiel um den Kronprinzenpokal
Süddeutschland – Berlin 6:5 (3:2)
Süddeutschland: Kieferl (Wacker München), Paul Kühnle (Stuttgarter Kickers), Willi Gros, Julius Hirsch, Gottfried Fuchs, Fritz Förderer, Ernst Hollstein, Max Breunig (alle KFV), Karl Wegele (Phönix Karlsruhe), Fritz Höfler (FV Kaiserslautern), Karl Burger (Fürth)
Tore: 1:0 ? (1. Minute), 1:1 Fuchs (12.), 1:2 Förderer (18.), 1:3 Hirsch (28.), 2:3 Kugler (33., Elfmeter), 2:4 Fuchs (53.), 3:4 Worpitzky (60.), 3:5 Fuchs (69.), 3:6 Hirsch (70.), 4:6 Krüger (80.), Worpitzky 5:6 (84.).
Union-Sportplatz in Mariendorf, Berlin, Zuschauer: 6000.
Schiedsrichter: Edgar Blüher (Leipzig)

Abbildung: Kurz vor dem Anstoss. Rechts: Max Breunig (KFV) als Spielführer der süddeutschen Mannschaft mit dem Wappen des süddeutschen Fußballverbandes auf der Brust. Quelle: KFV-Archiv.


1909

Abbildung: 1. Mannschaft des KFV im Jahre 1909: v. l. n. r.: Max Schwarze, Curt Hüber, Adolf Dell, Ernst Hollstein, unten Fritz Fuchs, Hermann Bosch, Max Breunig, Fritz Tscherter, Hans Ruzek, Fritz Förderer, Julius Hirsch. Quelle: KFV.

Abbildung: Spielankündigung Phönix gegen KFV, 1908. Quelle: Staisch.

Abbildung: Die KFV-Elf vor einem Spiel gegen die Stuttgarter Kickers. Quelle: KFV.

Abbildung: Der KFV gewinnt bei Viktoria Berlin mit 6:1. Quelle: KFV.


Deutsche Meisterschaft 1910

1910, Vorabend des großen Triumphes: Karlsruher Lokalderby zwischen dem FC Phönix Karlsruhe (Vorjahressieger der Deutschen Fußballmeisterschaft) und dem KFV bei einem Zwischenrundenspiel im Kampf um die Süddeutsche Meisterschaft im Stadion des KFV (1:2).

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Video: Halbfinale der deutschen Meister schaft 1910, KFV gegen Stadtrivale Phönix Karlsruhe am 1. Mai 1910. Quelle: Phoenix Fernsehen. Die sieben Geheimnisse des deutschen Fußballs - Dokumentation.

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Video: Der Kronprinzenpokal 1912. Quelle: Phoenix Fernsehen. Die sieben Geheimnisse des deutschen Fußballs - Dokumentation. Quelle: Phoenix Fernsehen. Die sieben Geheimnisse des deutschen Fußballs - Dokumentation.

 

15. Mai 1910, Köln: Der größte Tag!
Die Partie begann an diesem heißen Pfingstsonntag turbulent. In der ersten Halbzeit lenkte ein Kieler Verteidiger regelwidrig einen Ball mit der Hand ab, was Schiedsrichter Gräfe aber nicht sah. Es wäre ein sicheres Tor gewesen. Der kräftige Friedrich Werner von Holstein rannte schließlich einen KFV-Spieler um: Strafstoß! Der Elfmeterspezialist Breunig trat an: „Aber auch der stärkste Strafstoßschütze kann sich mal in der Höhe des Tores versehen: Breunig trat den Ball über die Latte, daß das Projektil erst 50 m weiter hinten zu Boden kam!“ Kurz vor der Halbzeit geriet auch der KFV-Keeper Dell in größere Bedrängnis, hielt jedoch das Unentschieden fest. 0:0 zur Pause. „Das Cölner Publikum schien sich in zwei Hälften geteilt zu haben: hie Holstein - hie Karlsruhe“ (Neue Sportwoche). In der 2. Halbzeit gewann der KFV zusehends Spielanteile: „Fortsetzung des Monologs, den die Badener den Waterkantlern hielten“. Die Eckball-Bilanz nach Abpfiff des Spiels lautete 12 zu 2 für den KFV! Gottfried Fuchs „wandte sich schlangengleich durch die gesamte Deckung und Wehr, schoß aber vorbei“. In der 87. Minute vergab Fuchs erneut eine „Hundertprozentige“. Nach 90. Minuten kam es zum Novum in der Geschichte der deutschen Fußballmeisterschaft: Es war das erste Endspiel das in Verlängerung gehen musste. Dass es überhaupt so weit kam, lag auch an dem Kieler Torhüter Adolf Werner, der ein überragendes Spiel machte. In der 114. Spielminute dann der magische Moment: „9 Minuten des zweiten Stundenviertels waren bereits verflossen, als ein schriller Pfiff das Leben auf dem Spielfeld einige Momente erstarren ließ. Was war los? Die Erklärung ließ nicht lange auf sich warten. Karlsruhes Linksinnen (Hirsch) war nach Auffassung des Unparteiischen regelwidrig gestoppt worden.“ Auch dieses Mal schnappte sich Breunig den Ball, der – wohl aufgrund der Nervösität – abermalig nur schlecht geschossen wurde. Der Ball „sauste auf den Gegner zu, schon hatte dieser die Lederkugel gefaßt – Chance wieder dahin? Doch eher als gefragt kam die Antwort! Von der ungeheuren Wucht des Schlages wurden Arm und Hand Frieses mitfortgerissen. […]  Es langte auch schon, daß sie ein Stücklein mitflogen und erst hinter der Torlinie durch eine große Willens- und Muskelanstrengung ihres Besitzers in dieser Rückwärtsbewegung gehemmt werden konnten. Aber die Hand war glücklich verstaucht und der Ball glücklich oder unglücklich – je nachdem – im Tor“. Der Jubel kannte nach Abpfiff der 120 Minuten kein halten mehr: Der KFV war deutscher Fußballmeister!

Mannschaft

Abbildung: Obere Reihe: Hüber, Hirsch, Ruzek, Breunig, Schwarze, Dell; Untere Reihe: Hollstein, Fuchs, Förderer, Tscherter, Bosch, Townley (Trainer). Quelle: KFV.

Abbildung: Spielszene. Quelle: KFV.

Abbildung: Spielszene. Quelle: KFV.

Abbildung: Dankesanzeige des KFV und die Siegestrophäe „Viktoria“. Quelle: Thomas Staisch.

Abbildung: Bis heute verewigt auf der Meisterschale! Quelle: KFV.

Das Fest ging am Folgetag im Mannschaftshotel des KFV weiter (Badische Presse, 20.06.1942, No. 142): „Standardquartier der Karlsruher war seinerzeit in Köln das Hotel „Kaiser Wilhelm“. […] Am Montag nach dem Spiel, nach dem Festsommers, war am Frühstückstisch die reinste Faschingsstimmung. Einer kam auf den ausgefallenen Gedanken, eines von den appetitlichen Butter-Röllchen nach der Decke zu werfen. Es blieb oben hängen. Das böse Wettspiel machte Schule, sofort war ein richtiges Bombardement im Gang. Alles warf Butter-Röllchen, ohne an Schaden und Ungehörigkeit zu denken, aus lauter Übermut. Und als die lustige Korona abzog, war die Decke reichlich mit Butter-Zäpfchen behangen. Es sah fast aus wie in einer Tropfsteinhöhle. Nun erzählt Ernst Hollstein, einer von den damaligen, daß er 1917 als Soldat einmal in Köln durchreiste und eingedenk schönerer Zeiten wieder im „Kaiser Wilhelm“ abstieg. „Ich nahm mein Frühstück im selben Raum, in dem wir damals als neugebackene deutsche Fußballmeister saßen und sah mich in seliger Erinnerung in den vier Wänden um … waren da an der Decke tatsächlich noch Fettflecken zu sehen – die Spuren unserer Butter-Röllchen vom Pfingstmontag 1910 …“

Endspiel um die deutsche Meisterschaft 1910, 15. Mai 1910:
KFV – FV Holstein Kiel 1:0 n.V.
KFV : Adolf Dell – Carl Hübner, Ernst Hollstein – Hans Ruzek, Max Breunig, Max Schwarze – Fritz Tscherter, Fritz Förderer, Gottfried Fuchs, Julius Hirsch, Hermann Bosch
Weidenpescher Park, Köln. Zuschauer: 5.000, Schiedsrichter: Max Grafe (Leipzig)
Tore: 1:0 Breunig (114., Elfmeter)

Telegramm

Abbildung: Telegramm zur deutschen Meisterschaft 1910. Quelle: Stadtarchiv Karlsruhe.

Mannschaft

Abbildung: Hintere Reihe v.l.n.r.: Offizieller, Fritz Tscherter, Gottfried Fuchs, Hermann Bosch, Fritz Förderer, "Bill" Townley (Trainer); Mittlere Reihe: Hans Ruzek, Wilhelm Trump, Adolf Dell, Max Schwarze; Vordere Reihe: Hollstein, Curt Hüber, Max Breunig. Quelle: KFV.

Abbildung: DFB Fußballregeln mit Gültigkeit ab 15. September 1903, Auf der Abbildung sieht man die historische "Elf Meter-Linie", die es heute nicht mehr gibt. Quelle: Bona. Rechts: Gottfried Fuchs in Aktion. Quelle: KFV.

Abbildung: Stehend von links: Hüber, Burger, Tscherter, Ruzek, Breunig, Hollstein, Bosch, Gros. Sitzend von links: Förderer, Schwarze, Hirsch, Fuchs, Kächele. Quelle: KFV.

Abbildung: Julius Hirsch (1912). Quelle: KFV.

Abbildung: Spielsezene. Quelle: KFV.

Abbildung: Spielsezene. Quelle: KFV.

Abbildung: Errungene Pokale. Quelle: KFV.

Abbildung: KFV-Spieler auf dem Cover der Zeitschrift "Fussball". Quelle: KFV.

Abbildung: Der gut erhaltene Meisterschaftswimpel des KFV aus dem Jahre 1910 kann heute im Stadtmuseum im Prinz Max Palais angesehen swerden. Quelle: Stadtarchiv Karlsruhe.

Abbildung: Wettspiel-Programm. Quelle: KFV.


Vizemeister 1912

26. Mai 1912, Hamburg: Hollstein gegen Holstein
Aus allen norddeutschen Städten kamen am Pfingstmontag 1912 Zuschauer nach Hamburg, um das Spektakel zwischen Holstein Kiel und dem KFV mitzuverfolgen. 9000 Zuschauer!

Abbildung: Ein seltenes Foto: Die Anlage des SC Viktoria Hamburg (damals der größte norddeutsche Verein) während (!) des Endspiels zwischen dem KFV und Kiel. Neben der Tribüne erlaubten Erderhöhungen auf den übrigen Seiten des Spielfeldes dem Zuschauer eine freie Sicht auf das Spiel. Quelle: Thomas Staisch.

Die Karlsruher bereiteten sich auf dieses Finale so gut vor, wie noch nie. Für drei Tage verpflichtete der KFV erneut Meistertrainer William Townley (inzwischen Trainer in Fürth). Am Vorabend lagen die Karlsruher Spieler bereits um neun Uhr in ihren Hotelbetten. Doch ein „Handicap bedrückt sie: Fuchs […] ist verletzt. Mannschaftskapitän Fritz Tscherter erklärt: Du kannst nicht spielen. Fuchs: Ich will aber spielen.“ Die Knieverletzung zog sich Fuchs beim vorherigen Meisterspiel zu. Townley entscheidet darauf, Fuchs eine Gipsbandage zu verabreichen und ihn aufzustellen.
Matchday, 26. Mai: Wie so oft in der Geschichte des Fußballs, enttäuschte auch dieses hochgehandelte Finale die Zuschauer: „War das Aeußere angetan, etwas ganz besonderes erwarten zu dürfen, so war man leider von dem Kampfe selbst enttäuscht“. Die Kieler gewannen letztlich verdient die Meisterschaft, weil sie ganz gewiss besser und gefährlicher auftraten. Der KFV zeigte seine technische Überlegenheit, blieb aber völlig unter seiner Form. „Nur der eiserne Verteidiger Ernst Hollstein zeigte große Klasse“. Aber der Reihe nach:
Nach Anpfiff des Finals spielt der KFV zunächst „gegen Sonne und Wind und wird etwas zurückgedrängt“, aber die KFVler Hollstein und Burger halten hinten zuunächst alles sauber. Einige Male wird Kiel gefährlich, doch bis zur Halbzeit möchten auf beiden Seiten keine Tore fallen. In der Halbzeit schneidet Townley die Gipsbandage von Fuchs auf. Zu sehr behindert sie den Topstürmer der weit unter seiner Form agiert. In der zweiten Hälfte spielt der KFV nun mit dem Wind im Rücken und wird von den Zuschauern bereits als der sichere Gewinner gehandelt. Hirsch arbeitet sich einige Mal nach vorne, blieb aber ohne Erfolg. Die Norddeutschen strahlen durch ihr starkes Spiel auf den Flügeln vergleichsweise eine größere Torgefährlichkeit aus. Als Fick II im Karlsruher Strafraum unfair vom Karlsruher Hübner zu Boden geworfen wird, gibt Schiedsrichter Schröder einen Elfmeter für die Norddeutschen. Es herrscht Unruhe bei den Norddeutschen. Der Kieler Keeper Werner erinnerte sich noch lange Zeit nach dem Finale an die Anspannung vor dem Elfmeter: „Wie der Mann [Anmerkung d. Red.: der Schiedsrichter] die elf Meter abschreitet! Pedantisch genau, Haken auf Haken. Wie er noch um eine Spannweite korrigiert, wie er den Ball niederlegt, schrecklich!“ Der Kieler Nationalstürmer Möller verwandelt mit einem scharfen Schuss in die linke Ecke. 1:0 für Kiel! Auf Seiten des KFV enttäuschte insbesondere der berühmte, internationale Innensturm. Nur selten zeigte der KFV das „vielgerühmte blitzschnelle Durchpassen mit anschließenden Schuß“. „Die Hauptschuld an dem Versagen ist Förderer zu geben, denn dieser fungierte im ganzen Spiel als überzähliger Läufer, und stand häufig noch hinter Breunig“. Als er nach vorne aufrückte, standen die Norddeutschen bereits hinten und deckten. Nach dem Rückstand versucht der KFV nervös auszugleichen. Förderer „geht in Mitte, bald darauf halbrechts und spielt wieder als vierter Läufer“. Ein wenig unsortiert und behäbig wirkten die KFV-Angriffe. Gottfried Fuchs „ist seltsam bewegungslos“. Ein Redakteur schreibt nach dem Spiel etwas boshaft über Fuchs: Er „erinnerte mich lebhaft an jenen englischen Internationalen, von dem eine Zeitung schrieb, ein Zuschauer habe sich wegen der Zahlung des Eintrittsgeldes beschwert, weil dieser Internationale das Spiel viel besser sich habe ansehen können, obwohl er dafür nicht bezahlt habe. Auch Fuchs hat das Spiel, wenn auch nicht besser, so doch aus nächster Entfernung gesehen; er war Statist.“

Abbildung: Hirsch (rechts vorne) versucht zusammen mit Fuchs (links) die Kieler Abwehr zu knacken. Quelle: Thomas Staisch.

Der Siegtorschütze von 1910, Max Breunig, zeigte eine durchschnittliche Leistung. Man hatte sich mehr erhofft. Bosch dagegen spielte gut, Hollstein war der vermutlich beste KFV-Mann auf dem Platz und verhinderte zusammen mit dem ebenfalls überzeugenden Torwart Burger noch weitere Gegentore. Kiel gewann nach dem Führungstreffer an Selbstvertrauen. Mit den Zuschauern im Rücken stürmen sie weiter an, aber Ernst „Hollstein zerstört alles“. Am Ende gewinnt Kiel gegen den Favoriten KFV und wird zum ersten Mal deutscher Fußballmeister!

Endspiel um die deutsche Meisterschaft 1912, 26. Mai 1912:
FV Holstein Kiel – KFV 1:0 (0:0)
KFV: Franz Burger, Carl Hübner, Ernst Hollstein, Wilhelm Gros, Max Breunig, Hermann Bosch – Fritz Tscherter, Fritz Förderer, Gottfried Fuchs, Julius Hirsch, Hermann Kächele
Victoria-Platz, Hamburg-Hoheluft, Zuschauer: 9.000, Schiedsrichter: Paul Schröder (München-Gladbach)
Tore: 1:0 Möller (52., Elfmeter)

Abbildung: Aus der Wettspielchronik von KFV-Spieler Hans Ruzek. Quelle: KFV-Archiv.


Abbildung: Anzeige zu einem Freundschaftsspiel 1912 zwischen Guts Muts Dresden und dem KFV. Quelle: Dresdner Fußballmuseum.

Abbildung: Cover der "Sportzeitung" vom 27. Januar 1913. Quelle: KFV:

Abbildung: KFV-Keeper: Burger. Quelle: Stadtarchiv Karlsruhe.


Flucht auf dem Fahrrad: Breunig und Hirsch in Not
(aus der Badischen Presse vom 8.1.1928, No. 13)
Soeben hatte an einem wunderschönen ersten Maitag 1910 der K.F.V. seinen ebenbürtigen Rivalen Phönix im schweren Kampf des Zwischenrundenspiels um die Deutsche Meisterschaft besiegt. Er, der weniger hart Getroffene, von zwei Unglücklichen, wurde zum Ventil, durch welches sich die Enttäuschung der in ihrer Überzahl phönixgetreuen Zuschauer Luft machte. Der Abstrom der Enthusiasten bildete Wirbel. Am Eck der Telegraphenkaserne staute er sich und glich einem grollenden Wasserbecken, das jeden Augenblick seine Massen über zwei arme Radfahrer schütten konnte: Max Breunig und Julius Hirsch.
Das Murren der Fanantiker ging in Schmähungen über: „Da kommet se, de Maurer!“ Ganz freche höhnten: „Maurerbuwe!“ Andere markierten moralische Entrüstung: „Solltet euch schäme! Hätt‘ leicht no‘ ein paar Mann ausleihen müssen, für Euer Tor zu verkleistern!“ Ganz rabiate warfen ernstlich die Frage auf, ob sie den Radfahrern, die noch nicht aufgesessen waren, überhaupt einen Abgang, zum mindesten aber einen bößen gönnen sollten. Eine Menschenkette zog sich über die zum allzeit staubigen Exerzierplatz führende Straße. Der große, pechhaarige, ewig gelb gesichtige Max bewegte nicht im Geringsten die Lippe. Er schwang sich seelenruhig auf sein gar nicht gepflegtes Rad trat dann gemütlich die Pedale, und erst als der Renner sich quietschend fortbewegte, drehte er sich um, pfiff seinem Juller und rief ihm lachend zu: „Schau nur, daß du nachkommst Juller, gleich leg‘ ich e‘ mächtiges Tempo vor! Die erbosten Phönixanhänger hatten schon längst ihre Hände gelößt, staunend bildeten sie das Spalier für die beiden K.F.V.-ler die sich auf ihren ächzenden „Rennern“ im Zuckeltrab fortbewegten und mit keinem Gedanken der Meute achteten, die sich damit begnügte, ihnen nur ein paar knurrende Leute nachzuschicken. Langsam entschwanden beiden den Blicken der Gebändigten. Zuletzt war nur mehr Hirschens großer Kapuzenmantel zu sehen, der im Rande des Exerzierplatzes und vor dem Mailüftchen wie der Burnus eines Arabers flatterte.


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