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Abstieg ins Amateurlager und Zeiten der Kontinuität (1957-1974)

 

von Steffen Herberger

 

Die 1950er Jahre beendete der KFV nur mit mäßigen Leistungen in der 1. Amateurliga Nordbaden. Erst 1961 sicherte sich der KFV nach Jahren wieder sportliche Meisterehren, als man nach einer strapaziösen Pokalrunde Feudenheim in einer kämpferischen Leistung in der Verlängerung mit 2:0 schlug. In der Vorqualifikationsrunde zum DFB-Pokal musste sich der KFV dem Lokalmatadoren KSC ganz klar mit 1:10 geschlagen geben.

Abbildung: 1958, KFV - Phoenix Mannheim. Quelle: KFV.

 

Qualifikation für den DFB-Pokal, 22. 10. 1960: Karlsruher SC - Karlsruher FV 10:1 (Vorspiel 2:2)

KSC: Jungmann, Dimmel, Schwall, Ruppenstein, Rihm, Rermath, Reitgassl, Beck, Schwarz, Späth, Nedoschil

KFV: Sick, Schmidt, Wöckner, Baumgärtner, Schneidemann, Meister, Schicke, König, Pöhlmann, Mayer, Kempf


21. 06. 1961: Endspiel um den nordbadischen Amateurpokal
ASV Feudenheim – KFV 0:2 n.V.


KFV: Sick, Schwinn, Schmidt, Linder, Schneidmann, Kempf, Baumann, Unser, Mayer,  Schönig, Pöhlmann
0:1 (110. Min., Pöhlmann), 0:2 (115. Min., Mayer)
Stadion in Forst, 900 Zuschauer

Abbildung: Der KFV wird nordbadischer Pokalmeister 1961! Mit (v.l.n.r.) Linder, Sick, Meier, Schwinn, Pöhlmann, Unser, Schneitmann, Kempf, Schmidt, Schönig und Baumann. Quelle: KFV-Archiv.

Abbildung: Drin ist er! Weida köpft zum 1:0 gegen Freudenheim (Endstand 4:0), 1964. Quelle: KFV.

Abbildung: So sehen Sieger aus! Der KFV als Nordbadischer Pokalmeister 1965. V.l.n.r.: Weber (Spielausschussvors.), Jung, Roser, Hofheinz, Nagel, Weida, Wittner, Graf, Franz, Erhardt (Stellv. Spielausschussvors.). Quelle: KFV.

Abbildung: Die 1. KFV-Elf 1966. V.l.n.r.: Voigt, Roser, Muck, Wenz, Jung, Oberle, Graf, Herbstreith, Herdle, Gubitz, Marth. Quelle: KFV.


USA-Reisen, ein Bundesligastar und Ligaalltag
Das 70-jährige Jubiläum feierte der KFV mit Jubiläumsspielen gegen den KSC, Waldhof Mannheim (der für den DDR-Verein BSG Nordhausen eingesprungen war, der keine Einreiseerlaubnis erhielt) und dem AS Nancy. In der Pokalrunde unterlag man der KSC-Vertragsspielermannschaft mit 1:3 vor 5.000 Zuschauern. Ein Höhepunkt der frühen 1960er Jahre war die erste USA-Reise des KFV im Juni/Juli 1963. Die Gegenreise einer Mannschaft aus Pennsylvania ließ nur ein Jahr auf sich warten. Dabei wurde auch Bruno Baumann nach mehr als 500 Spielen als Ehrenspielführer verabschiedet. Eine Fußballmannschaft aus Philadelphia wurde bei einem Besuch in Karlsruhe offiziell im Rathaus empfangen.

1967 wechselte der KSC-Bundesligaprofi Witlatschil zum KFV, der wohl den Abstieg des Traditionsvereins aus der Amateurliga verhinderte. Witlatschils KFV-Debüt gegen Mosbach (2:0) wollten 1.000 Zuschauer sehen. Da die Spiele des KFV gegen die Vertragsspielermannschaft des KSC meist relativ eindeutig ausgingen, etablierten sich die Spiele gegen die KSC Amateure zu einer Art kleinem Derby:

4. Februar 1968: 1. Amateurliga  Nordbaden, 20. Spieltag,  KFV – Karlsruher SC Amateure 3:0 (0:0)
KFV: Andert, Jung, Voigt, Meinzer, Witlatschil, Hegele, Wenz, Hoffmann, Machauer, Blau, Sattler
KSC: Jung, Obert, Heckmann, Leihenner, Beck, Kilgus, Kaltenbacher, Lörz, Ripp, Seifert, Leuchtmann
Tore: 1:0 Machauer (53.), 2:0 Meinzer (75.), 3:0 Sattler (87. Min)
Schiedsrichter: Siebert (Mannheim), KFV-Stadion, Zuschauer: 1200.


Zum 80. Vereinsjubiläum spielte der KFV zuhause gegen das Bundesligateam von Rot-Weiß Essen, welches der KFV mit 0:3 vor gut 3.000 Zuschauern verlor. In der Amateurliga Nordbaden blieben die Spiele gegen die KSC Amateure, SV Waldhof Mannheim, VfR Mannheim, SV Sandhausen und die beiden Pforzheimer Vereinen die meistbesuchten.

Abbildung: Jubiläumsfeier zum 75-jährigen. Quelle: Stadtarchiv Karlsruhe.

Abbildung: Zeitungsausschnitt zu einem Traditionsspiel zwischen dem KSC und dem KFV. Quelle: KFV/Badische Neuste Nachrichten.

Abbildung: KFV-Jugend und Jugendmagazin, Quelle: KFV.

Abbildung: KFV-Mannschaft 1969. V.l.n.r.: Schäfer, Weida, Muck, Lorenz, Helm, Schieler, Cuntz, Renaud, mittlere Reihe: Teubner, Dolt, Witlatschil, Jung, untere Reihe: Hägele, Seitz, Kammerer. Quelle: KFV.


Prominentes Trainerkarussell der 60er Jahre


In den 1960er Jahren trainierten teils prominente Trainer den Altmeister: Fritz Ruchay (1909-2000) war u.a. 1938 badischer Gausportlehrer, Trainer bei SV Waldhof Mannheim 1940-1947, bei den Stuttgarter Kickers, beim Badischen Fußballverband als Verbandstrainer von 1950-1952, beim 1. FC Pforzheim, bei Union Böckingen und VfR Kaiserslautern von 1954-56. Als Spieler war er in Ostpreußen bei SpVgg ASCO Königsberg und dem SV Prussia-Samland Königsberg aktiv. 1935 wurde er deutscher Nationalspieler. 1959 übernahm er zusammen mit Simon Weber das Traineramt beim KFV.
Heinrich Gärtner (1918-2003) übernahm 1966 für zwei Jahre das KFV-Traineramt. Auch wenn er es nicht bis in die Nationalelf schaffte, konnte er auf eine illustre Spielerkarriere zurückblicken. Von 1929 bis 1945 war Gärtner bei Germania 94 Frankfurt aktiv, 1943 bei TSG Rostock und 1944 beim LSV Hamburg. Nach dem Krieg spielte er beim FSV Frankfurt (1946/47), Eintracht Frankfurt (1946-48), VfB Mühlburg (1948-51), Alemannia Aachen (1951-53) ehe er bei Hassia Bingen (1953-56) seine Karriere ausklingen ließ.
Der Trainer des KFV von 1968 bis 1970 sowie in der Saison 1975/76 Josef „Jupp“ Schäfer, begann beim SV Kupppenheim als Spieler und gelang über den VfB Mühlburg nach dessen Fusion zum KSC, wo er 1952 bis 1955 spielte. 1955 bis 1957 stürmte er selbst nochmal einmal für den KFV. 1975 protestierte der KFV-Spielausschuss gegen seine Verpflichtung, da er den damaligen Trainer Hyll (1923-2009) nicht ziehen lassen wollte. Der Spielausschuss trat daraufhin zurück.

Abbildung: Jupp Schäfer (rechts) im KFV-Dress, Fritz Ruchay als Nationalspieler und Heinrich Gärtner. Quelle: KFV-Archiv.

1964 übernahm schließlich Georg Seeburger (1919-2002) das Traineramt. Beim KFV blieb er zwei Jahre. 1967/68 kehrte er noch ein zweites Mal als Trainer zum KFV zurück. Für den KSC-Fusionsverein VfB Mühlburg bestritt er über 400 Pflichtspiele. Er wirkte maßgeblich an der Fusion zum KSC mit und war bis 1960 Trainer der KSC-Amateure.

Abbildung: Grundsteinlegung für das neue Vereinsheim: Der KFV tat sich keinen Gefallen damit. In der Mitte Oberbürgermeister Günther Klotz (1968). Der teure Neubau des Vereinsheims stieß zunächst nicht auf Gegenliebe. KFV-Macher Günther Rüssel überzeugte jedoch schließlich die Mitglieder. Die Anlage des KFV wurde mit dem weiteren Ausbau des Geländes sowie dem des Sportangebots immer kostspieliger: Renovierungen, Spielfeldverlegungen und der Neubau von drei Tennisplätzen belasteten zunehmend die Vereinskasse. Quelle: KFV-Archiv.


Abbildung: KFV-Mannschaft, Quelle: KFV.

Abbildung: KFV-Mannschaft 1970, v.l.n.r.: Muck, Cuntz, Thiel, Helm, Vogel, Schneider, Hägele, Leihener, Birus, Hotz, untere Reihe: Termath (Trainer), Voigt, Zopf, Giese, Dröse, Kilgus, Steinkamp, Renaud, Strauß (Spielausschuss). Quelle: KFV.

Abbildung: KFV spielt gegen den Bundesligisten Rot-Weiß Essen (0:3), Torwart Dröse in Aktion (1971). Quelle: KFV-Archiv.

Abbildung: KFV-Mannschaft in der Saison 1972/73, Quelle: KFV.

 


Badischer Amateurmeister und der Fast-Aufstieg in die Zweitklassigkeit


Nach einer Mammutsaison gab es in der badischen Amateurklasse eine beispiellose Pattsituation: Gleich fünf Vereine standen punktgleich an der Tabellenspitze. Die Konsequenz war eine Entscheidungsrunde, die der KFV souverän mit Siegen gegen den FC Dossenheim, den 1. FC Pforzheim, SV Sandhausen und dem VfB Eppingen für sich entschied.

 

Viertes und letztes Entscheidungsspiel um die badische Amateurmeisterschaft:


11. 05. 1974: KFV – FC Dossenheim 3:0 (1:0)
KFV: Gubitz, Kammerer, Kilgus, Cuntz (20. Min., Voigt), Hägele, Durand, Zopf, Stephan, Jung, Kwolek (80. Min., Gaßmann), Sucietto
Tore: Kwolek (2), Jung (1)


Stadion Oberhausen, Zuschauer: 2000.


Trotz der Meisterschaft wurde der KFV – nicht zum ersten Mal – Opfer einer Reform des deutschen Ligasystems. Bis 1974 waren fünf Regionalligen als zweithöchste Spielklassen der Unterbau der 1. Bundesliga gewesen. Vorjahresmeister der Amateurliga Nordbaden, der VfR Mannheim, schaffte nach erfolgreicher Relegationsrunde den Sprung in die Regionalliga Süd. Durch eine Ligareform war dem KFV die Chance des Aufstiegs später erst gar nicht gegeben, denn die Regionalliga wurde im darauffolgenden Jahr abgeschafft und durch eine zweigleisige 2. Bundesliga ersetzt. Der KFV verblieb somit in der Amateurliga und konnte nicht zum Karlsruher SC aufschließen.

Abbildung: 1974: KFV - SV Sandhausen 2:1, in der Mitte: Reinhold Fanz, späterer Kurzzeittrainer des KSC. Links: KFV-Torjäger Kwolek., Quelle: KFV.

Abbildung: KFV wird Meister der Amateurliga Nordbaden. Quelle: KFV-Archiv.

Abbildung: KFV trifft gegen den SV Sandhausen. Quelle: KFV-Archiv.

Abbildung: , Quelle: KFV.

Abbildung: Programmhefte 1970er Jahre. Auf der Vorderseite: Karl-Heinz Kwolek, von 1971 bis 1976 beim KFV. Mit 38 Treffern der Torschützenkönig 1971. Quelle: KFV.

Quelle: KFV. 1974: Nach dem Entscheidungsspiel gegen Dossenheim (siehe unten). V.l.n.r.: Lützerath, Frey, Erhardt, Titze, Leihener, Kammerer, Zopf, Jung, Lutz, Hägele, Pertschy, Weinbrecht, Stephan, Hyll, Weißenberger; knieend: Sucietto, Voigt, Göpferich, Dröse, Gubitz, Durand, Kilgus, Kwolek. Quelle: KFV.

Abbildung: Ehrenurkunden zum Pokalgewinn und 80-jährigem Jubiläum. Quelle: KFV.

Abbildung: Staffelmeister 1974, die 2. Mannschaft des KFV: Vorstand Strauss, Weidenhausen, Dröse, Notheis, Otteny, Polzer, Lützerath, Weinbrecht, Göpfrich, knieend: Hirth, Jerzmanowsky, Fritschi, Deck, Kuhm, Bühl. Quelle: Michael Bühl/KFV.

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Videos oben: Vorbereitungszeit in Narbonne, Südfrankreich, 1970er Jahre.

 


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