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1991-2004: Landesliga und Verbandsliga im Wechselspiel; Sturz in die B-Klasse

 

Nach einem guten sechsten Platz in der Verbandsliga musste der KFV nach dem Jubiläum wieder absteigen. Der Abstieg bedeutete nur den Auftakt einer wahren Fahrstuhlfahrt in den 1990er Jahren.

Abbildung: Die 1. Mannschaft 1992: Obere Reihe v.l.n.r.: Grimm, Anton, Hauri, Leukert, Bronzerl, Arnold, Bauer, Stober. Mittlere Reihe, v.l.n.r.: 1. Vorsitzender Weingärtner, Trainer Müller, Schuth, Gimmel, Gaiser, Kempermann, Soja, 3. Vorsitzender Pöhlmann, Spielausschussvorsitzender Hess. Vordere Reihe v.l.n.r.: Fielitz, Böhrer, Mangler, Kaschewski, Österle, Mohr, Malsam und Dybek. Quelle: KFV-Archiv.

1994 übernahm Ex-Bundesligaprofi Rudi Wimmer, der von 1969 bis 1983 für den KSC spielte, das Traineramt beim KFV. Der am 20.Januar 1944 im mährischen Ostrau geborene Torhüter kam vom damaligen Bundesligaabsteiger Kickers Offenbach nach Karlsruhe und blieb bis zu seinem Karriereende die unumstrittene Nr.1 im Tor der Badener. Wimmer bestritt von seinen insgesamt 449 Pflichtspieleinsätzen 151 in der 1. Bundesliga. Ein hoher Erfahrungsschatz, von dem auch der KFV profitierte. Es folgten sofortiger Wiederaufstieg und sofortiger Wiederabstieg zur Saison 1994/95. In diesen Jahren verfolgten rund 180 Zuschauer regelmäßig die Spiele des KFV an der Hertzstraße.

Abbildung: KFV-A-Jugend 1994/95. Quelle: KFV.

In den folgenden drei Jahren spielte der KFV in der Landesliga bis nach einer schlechten Saisonleistung das Abstiegs-Relegationsspiel zur Bezirksliga verloren wurde (1999/2000) und der Altmeister den Weg in die Bezirksliga anzutreten hatte. Dem Abstieg folgte die bisher letzte sportliche Meisterschaft des KFV und damit der Wiederaufstieg in die Landesliga, dem der erneute Abstieg in die Bezirksliga folgte. Parallel zum sportlichen Niedergang wurde nun auch die finanzielle Lage immer prekärer. Durch eine Umschuldung wurden dem Verein von einer seiner Banken teilweise Schulden erlassen, doch im Jahre 1999 machte der KFV schon einen Verlust von 33.000 DM. Das Benefizspiel zwischen dem KSC und dem VfB Stuttgart (1:2) auf dem Platz des KFV zugunsten der Schwarz-Roten zog immerhin 3.000 Zuschauer an.

Abbildung: KFV in der Saison 1996/97, Quelle: KFV.

Abbildung: Der KSC-Profi als KFV-Trainer Mitte der 1990er Jahre. Quelle: BNN

Abbildung: Flugkampf mit Weingarten, Dezember 1996. Quelle: KFV-Archiv.

Abbildung: Fehlstart in die Saison 1996/97, der KFV verliert den Auftakt beim FC Nöttingen (links). KFV-Stürmer Malsam in der Partie gegen Dielheim (1992). Quelle: KFV-Archiv.

Abbildung: KFV-Mannschaft aus der Saison 1998/99, Quelle: KFV/BNN.

Abbildung: Benefizspiel zwischen dem Karlsruher SC und dem VfB Stuttgart zugunsten des Karlsruher FV (1:2), 1999 im KFV-Stadion lockte 3.000 Zuschauer. Am Ende reichte es für den KFV jedoch nicht. Quelle: KFV.

Nach einer passablen Saison, zog der KFV in der Saison 2001/2002 seine Reservemannschaft zurück. Ein Tiefpunkt. KFV-Trainer Riedle legte „mangels Perspektiven“ sein Traineramt nieder. Der KFV war inzwischen nicht gerade das Lieblingskind des Fußballverbandes. Sogar Schiedsrichter waren angeekelt vom Zustand der Umkleidekabinen und schworen niemals wieder ein KFV-Spiel pfeifen zu wollen. 2001 war der Schuldenstand des KFV inzwischen auf mehr als eine halbe Millionen Mark angewachsen. Die Stadtwerke stellten kurzzeitig gar den Strom ab. Der KFV konnte sich nicht dazu durchringen, die sportlichen Ambitionen zurückzuschrauben. 2001 besaß fast die Hälfte des Kaders weiterhin einen Vertragsamateur-Status, was bedeutete, dass der Klub jedem dieser Spieler mindestens 200 Mark im Monat zahlen musste. 2002 meldete der KFV aus Personalmangel seine Jugendteams ab, sowie ein wenig später seine erste Mannschaft (nach einem 0:8 gegen FSSV Karlsruhe). Der Rückzug war nicht effektiv und brachte nicht den erhofften Neuaufschwung, denn auch in der darauf anschließenden Saison hatte der KFV nach acht Spielen nur einen Zähler auf dem Punktekonto. 2001 übernahm Gunter Dietrich das Training beim KFV, der vor der Wende beim DDR-Drittligisten Stahl Freital als Spieler und Trainer seine Sporen verdiente. In der darauffolgenden Saison stieg der KFV in der Kreisliga A ab. Die Saison 2003/04 sollte die letzte Saison vor dem zwischenzeitlichen Aus sein. Das Spieljahr 2004/05 lief für den KFV zwar noch an, aber schon im Herbst wurde der Spielbetrieb eingestellt, da man die Abgaben an den Fußballverband nicht mehr bezahlen konnte.

 


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