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Hans Gawliczek

 

Hans Gawliczek im Profil:

geboren: 3. Dezember 1950

Spielzeiten beim KFV: leider nur 2 Jahre (danach Umzug in die Pfalz)

1980/81, 1981/82

Erfolge beim KFV: 1980/81 , Meister der Bezirksliga 

Position: Sturm / Mittelfeld (9 Tore)

Sonstige Erfolge in der Spielerlaufbahn: Vorbereitung für das „Tor des Monats“ September 1979 in der zweiten Runde des DFB-Pokals (1860 München – 1.FC Pforzheim). Torschütze: Der ehemalige KFV-Akteur Karl-Heinz Kwolek.

Vereine als Spieler:

Jugend: Schalke 04, HSV, KSC (Vater war Trainer der 1.Bundesliga-Mannschaft)

Herren: VfR Achern, VfB Knielingen, KSC Amateure, Fvgg. Weingarten, FC Pforzheim, KFV, FC 08 Hassloch (alle 1.Amateurliga)

Trainerkarriere: Schulmannschaft BBS Neustadt   Rheinland-Pfalz-Meister 2000

seit 25 Jahren Trainer einer Volleyballmannschaft (Mixed) in Edenkoben

 

Bekannter Vater:

Der in Oberschlesien geborene Georg Gawliczek spielte beim Meidericher SV, FC Schalke 04, 1. FC Kaiserslautern, 1. FC Köln, ehe er 1954 bei Phönix Ludwigshafen seine Karriere beendete.

Nach einer DFB-Trainertätigkeit von 1956 bis 1960 trainierte Georg Gawliczek für vier Jahre den FC Schalke 04. Nach seiner anschließenden zweijährigen Tätigkeit beim HSV (1964-1966) war er für vier Monate Cheftrainer des Karlsruher SC. Fünf Jahre später schaffte Gawliczek mit Tennis Borussia Berlin den Aufstieg in die erste Bundesliga. Nach Trainerstationen beim FC Zürich, Wacker 04 Berlin, Freiburger FC und Waldhof Mannheim beendete er 1983 bei Hertha BSC Berlin seine Trainerkarriere.

 

Hans Gawliczek im Gespräch:

Wie sind Sie zum KFV gekommen und in welcher Begegnung trugen Sie zum ersten Mal das KFV-Trikot?

Ich kam auf Wunsch des damaligen Trainers Ludolf Hyll mit 29 Jahren vom 1.FC Pforzheim. Das 1. Spiel war in der Bezirksliga (Saison 80/81)

Welche Erlebnisse mit dem KFV haben sich besonders in Ihren Erinnerungen verankert?

Jeder „richtige“ Fußballer ist irgendwie abergläubisch, das war auch ich. Meine Macke beim KFV war, dass ich immer mit den gleichen Socken spielte, solange wir nicht verloren hatten. Und in der Meistersaison 80/81 war das eine Serie von ca. 22 Spielen. Die Strümpfe litten natürlich mit der Zeit darunter, und entstandene Löcher wurden zunächst immer von meiner Frau genäht. Irgendwann wurde es ihr zuviel, also fing ich an, sie mit Tape zuzukleben (die Löcher).

Die anderen Spieler hänselten mich zunächst deswegen immer und lachten sich kaputt. Doch nach einer gewissen Zeit ohne Niederlage änderte sich das ins Gegenteil. Vor jedem Spiel fragten sie mich, ob ich denn auch die „Sieger-Socken“ dabei hätte. Und mit jedem Sieg wuchs der (Aber-) Glaube beim gesamten Team sowie die Anzahl und Größe der Pflaster an meinen Strümpfen.

Ausgerechnet am alles entscheidenden letzten Spieltag in Spöck hatte ich sie vergessen!! Das Entsetzen bei allen war groß, und so wurde meine Frau noch vor dem Spiel schnell nach Hause geschickt, um sie zu holen. 1 Minute vor Spielbeginn traf sie ein, ich zog sie an und wir gewannen 4:1 und damit die Meisterschaft.

Als nach der Saison Ludolf Hyll in den wohlverdienten Trainer-Ruhestand verabschiedet wurde, schenkte ich ihm die ungewaschenen und mit Tape geklebten Socken als Bild hinter einer „geruchsdichten“ Glasscheibe. Es hing viele Jahre in seinem Keller mit anderen Andenken an seine Trainerzeit. Keine Ahnung, wo sie heute geblieben sind.

- - -

Am Abend der Meisterschaft feierten wir ausgiebig und feucht-fröhlich im Clubheim des KFV. Irgendwann zu später Stunde kam einer von uns – ich glaube es war Mittelstürmer Bernd Höllig – auf die Idee, wir könnten doch unten auf dem Platz eine außergewöhnliche Ehrenrunde drehen. Wir trafen uns auf dem Spielfeld, entledigten uns aller Klamotten und liefen laut jubelnd - so wie Gott uns geschaffen hatte - eine Ehrenrunde. Leider (bzw. zum Glück) gibt es davon keine Bilder, aber jeder, der dabei war, wird sie ewig in Erinnerung behalten – so wie den KFV.

Welche Persönlichkeit beim KFV hat Sie am meisten geprägt/inspiriert?

Trainer Ludolf Hyll, Spielausschussvorsitzender Gerhart Lechner, Kapitän und Co-Trainer Arthur Böhm

Was machten Sie nach Ihrer Zeit beim KFV ?

1982 Lehrerstelle (Sport, Deutsch) an der BBS Neustadt, 3 Jahre Spieler beim FC 08 Hassloch, seit 1985 Volleyballtrainer und Spieler (Mixed, heute noch aktiv) beim TV Edenkoben; Tennis in verschiedenen Vereinen, aktuell: TC Hainfeld-Modenbachtal

Was hat Sie beim KFV am meisten beeindruckt?

Der Zusammenhalt des gesamten Teams: Mannschaft, Trainer, Betreuer. Vor allem Trainer Ludolf mit seiner menschlichen Art, aber auch seinem Fußballverstand und seinen Statistiken; hat mich selbst als (Volleyball-) Trainer stark geprägt.

Warum ist der KFV nicht irgendein Fußballverein?/Was macht den KFV besonders?

Ich glaube, das können andere noch besser beurteilen als ich. Auf jeden Fall gehört die Zeit beim KFV zu meinen schönsten Erinnerungen.

Nach der Insolvenz im Jahre 2004 musste der KFV ohne Sportplatz und ohne breite Basis, 2007 in der C-Klasse Karlsruhe, der untersten Liga, von neu beginnen. Wie wird sich der KFV sportlich, personell und organisatorisch in der Zukunft entwickeln?

Das kann ich von der Pfalz aus leider nicht beurteilen.

Warum sind Sie dem KFV treu geblieben?

Ich habe heute noch im Schrank mein altes schwarz-rot gestreiftes KFV-Trikot.

Was würden Sie heute den KFV-Spielern mit auf den Weg geben?

Spaß am Spiel haben – Gewinnen ist nicht alles; immer fair bleiben; Verletzungen auskurieren !